Ganz ohne Worte

Ich hab so viele Worte für dich
du keine Worte, keine Liebe,
du hast nichts, nichts übrig für mich.

Tage voller Schweigen wie Hiebe
und jeder Tag ist ein Bruch in mir,
ich breche immer weiter in Stücke.

Das Schweigen schlägt mich, ganz ohne wir,
wo du warst in mir bleibt die Lücke.
Das ist das Loch, in das ich falle,

ganz ohne Worte.

Verwobene Vorwürfe

Du sagst: Sei bitte jetzt ehrlich!
Ich sag: Ich fühle ein Problem.
Du sagst: Probleme sind gefährlich.
Ich sag: Ich will reden, trotzdem.

Du sagst: Das jetzt zu ertragen
geht nicht, das ist mir heut zu schwer,
du musst aufhören zu fragen,
bin nicht bereit, du drängst zu sehr.

Ich sag: Wie kann ich uns finden,
wenn ich nicht mit dir reden kann?
Kann nicht aufhören, uns binden
die Wörter, die du meidest. Dann

löse ich das Band und du sagst,
dass du nur Ehrlichkeit magst.

Unbedachtes Wort

Dieses Wort, das ich von dir gehört,
Das hat zarte Blumen harsch zerstört,
Hat schwache Banden ganz zerbrochen.
Es bleibt der Schmerz und Herzens Pochen.

Du wolltest dieses Wort nicht wählen.
Du wolltest mich gewiss nicht quälen.
Das Wort, das sollte Grenzen setzen,
Doch was es tat, war zu verletzen.

Du hast die Mauern hoch gezogen,
Warst ehrlich, hast uns nicht belogen.
So bin ich gefangen und allein
In deiner Kälte, meinem Schatten,
weinte, was wir verloren hatten.
Schmetterlinge sterben und das Licht
Lebt doch ohne traute Wärme nicht.
Was kann jetzt noch werden mit uns zwein?